Neue Grenzpolizei arbeitet mit vollem Engagement - MdL Muthmann auf Antrittsbesuch

Alois Mannichl, der Leiter der Grenzpolizeidirektion Passau, brach eine Lanze für die neugegründete Grenzpolizei. Mit dabie die stellvertretenden Fachbereichsleiter Fritz Grindinger und Stefan Steinleitner.

Alois Mannichl, der Leiter der Grenzpolizeidirektion Passau, (rechts) betonte die Notwendigkeit der neu gegründeten Grenzpolizei. An dem Gespräch mit MdL Muthmann (Mitte) nahmen (von links) die Fachbereichsleiter Fritz Grindinger und Stefan Steinleitner teil, außerdem Bernadette Mohme, die innenpolitische Referentin der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Passau. Seit der neuen Legislaturperiode vertritt Alexander Muthmann die FDP-Fraktion im Innenausschuss des Bayerischen Landtags. Aus diesem Grund informierte er sich am Dienstag über die Arbeit der neu geschaffenen Grenzpolizeidirektion in Passau. Muthmann war im Vorfeld kein Freund dieser Einrichtung, hatte sie wiederholt als Etikettenschwindel bezeichnet, weil es sich im Kern nur um eine verstärkte Schleierfahndung handle. „Ein Wahlkampfmanöver der Staatsregierung“, lautete das Urteil des Freyunger FDP-Politikers, denn Grenzsicherung sei Sache des Bundes; die Grenzpolizei könne nur mit Zustimmung der Bundespolizei tätig werden. Vor diesem Hintergrund bemühte sich Alois Mannichl, der Leiter der Grenzpolizeidirektion Passau, Muthmann von der Notwendigkeit dieser Einrichtung zu überzeugen. „Jetzt geht der Blick nach vorne. Die Strukturen sind da und ich erkenne an, mit welch großem Engagement und mit welch guter technischer Ausrüstung die Verantwortlichen arbeiten“, fasste der Abgeordnete seine Eindrücke zusammen.
Die erfolgreich praktizierte Schleierfahndung sei nur eine von vier Säulen, erklärte Alois Mannichl. Dazu gehörten außerdem die uniformierte Komponente, die technische unterstützende Fahndung und die Grenzkontrollkoordination. Die Bevölkerung solle wieder Polizei in Uniform sehen, was das Sicherheitsgefühl stärke, betonte Mannichl. In Drohnen, wie sie derzeit in den Dienststellen Pieding und Waidhaus erprobt werden, sieht er ein zukunftsträchtiges Einsatzmittel für die gesamte bayerische Polizei.

Als positiv vermerkte Mannichl die personelle Verstärkung. Die Beamten vor Ort würden bei den Kontrollen fast täglich von bis zu 30 Bereitschaftspolizisten unterstützt. Zu den Beamtinnen und Beamten aus den Polizeiinspektionen Fahndung, die das Korsett der wiedergegründeten Grenzpolizei bildeten, kämen jedes Jahr neue Kräfte dazu, die nirgends abgezogen, sondern zusätzlich ausgebildet würden. 1 000 sollen es in fünf Jahren sein. Auf die Frage, in welcher der geschilderten vier Säulen diese Grenzpolizistinnen und -polizisten eingesetzt werden sollen, antwortete Alois Mannichl: „Wir sorgen in enger Zusammenarbeit mit den Grenzpräsidien dafür, dass das meiste Personal dort hinkommt, wo auch die meiste Arbeit ist. Das ist unser Schlüssel!“