FDP legt Papier zum Flächenverbrauch vor - Ziel gemeinsam mit Kommunen erreichen

Im Interview mit Nikolaus Neumaier, dem Leiter der Redaktion Landespolitik im Bayerischen Rundfunk.

München/Freyung. Die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag hält beim Flächenverbrauch eine Obergrenze von fünf Hektar täglich für erstrebenswert. Anders als die Grünen wollen wir aber dieses Ziel nicht per Vorschrift, sondern gemeinsam mit den Kommunen erreichen. Ein entsprechendes Positionspapier habe ich heute gemeinsam mit unserem agrar- und umweltpolitischem Sprecher Christoph Skutella in einer Pressekonferenz im Maximilianeum vorgestellt. Das FDP-Konzept sieht vor, für jede Gemeinde ein Zehn-Jahres-Kontingent zu errechnen, damit die Kommunen einen Überblick bekommen, welches Flächenbudget ihnen überhaupt zur Verfügung steht. Sie sollen selbst entscheiden, wofür sie die Flächen verwenden – je nach Struktur der Gemeinde, Gewerbe oder Wohnen als Schwerpunkt zum Beispiel. Nach fünf Jahren soll dann eine erste Bilanz gezogen werden: Welche Gemeinde liegt gut im Plan, welche liegt über der Grenze, welche darunter? Daraus lassen sich dann entsprechende Konsequenzen ziehen. Wir wollen diesen Weg gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden gehen und sind uns klar, dass dieses Verfahren eine intensive Beratung braucht. Ich habe mich auch für Einfamilienhäuser auf dem Land ausgesprochen. Diese Wohnform für Normalverdiener muss auch in Zukunft möglich sein, denn Wohnen im Grünen ist schließlich ein Attraktivitätsattribut des ländlichen Raums. Als Beispiel habe ich die Gemeinde Fürsteneck im Bayerischen Wald genannt, die 866 Einwohner zählt und Baugebiet mit sechs Parzellen in einer Größe von 5 000 bis 6 000 Quadratmetern ausweisen möchte. Beim Modell der Grünen wäre das nicht möglich; bei unserem schon.