Endlich Förderprogramm „Digitales Klassenzimmer“ - MdL Muthmann verlangt praxistaugliches Angebot


München/Freyung. „Was lange währt, wird hoffentlich gut“, kommentiert der Freyunger Landtagsabgeordnete Alexander Muthmann das Förderprogramm „Digitales Klassenzimmer“, das nach über acht Monaten Ankündigungspolitik am kommenden Dienstag im Ministerrat endlich beschlossen werden soll. Diesen Termin hat Kultusminister Bernd Siebler gestern bei einer Veranstaltung in Passau genannt. Am 18. Oktober 2017 hatte die Bayerische Staatsregierung ein Förderprogramm in dreistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt, um die Kommunen, die für die Ausstattung der Schulen zuständig sind, bei der Anschaffung digitaler Technik zu unterstützen.

Seit diesem Zeitpunkt versuchten Schulen herauszufinden, was denn nun eigentlich gefördert werde, in welcher Höhe und unter welcher Voraussetzung das geschehe, kritisiert Muthmann. Das Hinauszögern konkreter Leitlinien und Orientierungshilfen habe hinsichtlich der Investitionstätigkeit zu viel Ärger und Verunsicherung geführt, berichtet der FDP-Politiker aus Erfahrung. Er hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten an verschiedenen Schulen informiert, wie es um die Ausstattung digitaler Klassenzimmer bestellt ist, dabei erheblichen Investitionsbedarf und Investitionswillen festgestellt, aber auch viele Klagen über mangelnde Unterstützung von Seiten des Staates gehört. Als 2. Bürgermeister der Stadt Freyung kennt er außerdem die Situation der Gemeinden.

Muthmann erwartet, dass durch die lange Zeit zwischen Ankündigung und Verabschiedung des Programms keine Nachteile für Schulen und Kommunen entstehen, die nicht auf die Staatsregierung warten wollten, sondern bereits investiert haben, um die Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft zu machen. Nötig sei auch ein Fördersystem, das die Schulen nicht mit zusätzlicher Bürokratie belaste und den Kommunen die Haushaltsplanung für das nächste Jahr nicht erschwere.

„Am Dienstag wird hoffentlich klar, wie das groß angekündigte Förderprogramm wirklich aussieht und wieviel Geld dem Staat eine zukunftsgerechte Ausstattung der Schulen wert ist“, erklärt Muthmann. Bisher würden die Kommunen, die Lehrerinnen und Lehrer ziemlich allein gelassen. Es gehe nicht darum, alles zu digitalisieren. Die Schüler sollten lernen, wie sie die neue Technik am besten für sich nutzen. Der Unterricht werde durch technische Hilfsmittel effizienter und interessanter, ist Muthmann nach seinen Schulbesuchen überzeugt.