Vorbild bei der Integration von Flüchtlingen : MdL Muthmann besucht Firma Kopp in Frauenau

Bei der Integration von Flüchtlingen geht die Firma Heizung, Lüftung, Sanitär Kopp in Frauenau mit gutem Beispiel voran. Seit September beschäftigt der Juniorchef Josef Kopp den 24 Jahre alten Syrer Mohamad Romieh als Helfer und ist mit ihm so zufrieden, dass er ihn gerne als Auszubildenden gewinnen möchte. Welche Erfahrungen Josef Kopp mit der Beschäftigung eines Flüchtlings sonst noch gemacht hat, erzählte er MdL Alexander Muthmann bei einem Firmenbesuch. „Er hat Freude bei der Arbeit, ist pünktlich, freundlich und zuverlässig“, lobt Kopp seinen syrischen Mitarbeiter. Geplant ist, dass er zehn Monate bei ihm als Helfer arbeitet und dann im September 2018 eine Ausbildung beginnt. Das einzige Problem, das es derzeit noch gibt, ist, dass Mohamad Romieh keinen Führerschein hat, damit ihn Josef Kopp besser in der Firma einsetzen kann. Nachdem der Syrer selbst nicht das Geld dafür aufbringen kann, hofft er nun auf Hilfe im Rahmen der Initiative „Integration durch Ausbildung und Arbeit“ (IdA) von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Thomas Lipka, IdA Navigator für die Region Niederbayern, der bei dem Treffen mit vor Ort war, hat Kopp zugesagt, Kontakt zum Jobcenter aufzunehmen und zu prüfen, ob es zur Finanzierung des Führerscheins Fördergelder gibt. „Wir haben gute Kontakte zu Ausländerbehörden, zu Berufsschulen und Jobcentern“, erklärte Lipka. Er sei sowohl Ansprechpartner, wenn Unternehmen gerne einen Flüchtling einstellen möchten, als auch wenn es um bürokratische Probleme, wie Genehmigungen, geht. Für Flüchtlinge, die noch keine Arbeit haben, werden im Rahmen der Initiative IdA Bildungsmaßnahmen angeboten. „Hier werden sie kulturell und sprachlich geschult, erhalten zum Beispiel ein Bewerbungstraining und absolvieren auch Praktika in Betrieben“, so Lipka. Wobei festzustellen sei, dass die Flüchtlingen gerade beim Lernen der deutschen Sprache die meisten Fortschritte machen, wenn sie in einem Betrieb arbeiten. Josef Kopp ist letztendlich froh über die Unterstützung durch Mohamad Romieh. „Das Handwerk findet derzeit nur schwer Auszubildende, im vergangenen Jahr haben wir keine einzige Bewerbung erhalten.“ Die Beschäftigung von Flüchtlingen sei für ihn ein guter Weg, dies auszugleichen.