Metallbau Jakob setzt auf Nachwuchsgewinnung - Wertschätzung durch Politik nötig

Die konjunkturell ausgezeichnete Lage sowie die Gewinnung von Auszubildenden waren Thema bei einem Besuch von MdL Alexander Muthmann bei dem Unternehmen Alois Jakob Metall am Bau GmbH in Waldkirchen. Wie Alois Jakob erklärte, beschäftige das Unternehmen derzeit 50 Mitarbeiter, darunter zehn Lehrlinge. „Ich bin der Überzeugung, dass die Nachwuchsgewinnung letztendlich nur über die Ausbildung eigener Lehrlinge funktioniert“, so Jakob, der seinen Betrieb in Schulen und auch bei Veranstaltungen wie Ausbildungsmessen präsentiert. „Die Metallinnung denkt auch über zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten für die Lehrlinge in Kooperation mit der Berufsschule Vilshofen nach“, so Jakob. Die Auszubildenden sollen auch Angebote in Anspruch nehmen können, die nicht im Lehrplan enthalten sind, wie zum Beispiel der Erwerb eines Führerscheins für Kräne, Stapler oder Hubbühnen. Alois Jakob bildet auch einen Flüchtling aus Afghanistan aus. „Es ist zwar ein zusätzlicher Betreuungsaufwand, aber insgesamt ist er für das Unternehmen ein Gewinn.“ Angespannt sei die Situation bei der Gewinnung von Fachkräften. „Damit man Fachkräfte im Handwerk halten kann, müssen sie auch besser bezahlt werden“, erklärte Jakob. Generell biete das Handwerk eine Vielzahl an beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Damit dies so bleibt, sei man laut Jakob auch auf die Unterstützung und Wertschätzung durch die Politik angewiesen. Dem stimmte auch Muthmann zu. „Es darf nicht nur über die Chancen für Akademiker gesprochen werden“, so der Abgeordnete. „Wenn wir den gesellschaftlichen Wohlstand sichern und erhalten wollen, brauchen wir auch Handwerksbetriebe.“