Kreditvergabe für junge Familien und Senioren bei Wohnimmobilien nicht erschweren


Trotz historisch niedriger Zinsen platzt für viele Familien derzeit der Traum vom Eigenheim. Der Grund: Der Bundestag hat die Kreditvergabe neu geregelt und es für Kreditnehmer schwieriger gemacht, sich Geld zu leihen: „Banken müssen nun die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden strenger prüfen – schon ein Kinderwunsch kann als Risikofaktor betrachtet und daher negativ ausgelegt werden. Das ist für uns inakzeptabel. Die Regionalbanken haben schon bisher die Kreditvergabe verantwortungsvoll praktiziert und sollten bei ihren Entscheidungen nicht unnötig eingeschränkt werden“, erklärt Alexander Muthmann, stellvertretender Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Mitglied des Landtagsausschusses für Haushalt und Finanzen.
Banken können der neuen Regelung folgend künftig einem Wohnimmobilien-Kredit nur noch dann zustimmen, wenn dieser innerhalb der statistischen Lebenserwartung des Kreditnehmers vollständig beglichen werden kann. Zudem dürfen die Kreditinstitute den Wert der Immobilie bei der Einschätzung der Kreditwürdigkeit nicht mehr als Hauptkriterium wählen. „Und das hat zur Folge, dass Haushalte ohne hinreichendes Eigenkapital bei einer Finanzierung künftig kaum noch eine Chance haben, einen Kredit zu erhalten“, betont Bernhard Pohl, finanzpolitischer Fraktionssprecher.
Die FREIEN WÄHLER fordern daher in einem Dringlichkeitsantrag schnellstens Verbesserungen. Denn es ist offensichtlich: Für Haushalte mit geringen Einkommen, junge Familien und ältere Menschen wird die Kreditvergabe künftig erschwert. „Eine Nachjustierung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften ist deshalb für uns unerlässlich“, erklärt Pohl. Dem Dringlichkeitsantrag der FREIEN WÄHLER wurde mit den Stimmen der CSU und Grünen heute im Plenum des Bayerischen Landtags zugestimmt.