Anregungen für die Entwicklungen im Tourismus geholt


Die Neuausrichtung im Tourismusbereich war das Hauptthema beim Besuch von MdL Alexander Muthmann bei Frauenaus Bürgermeister Herbert Schreiner. Muthmann ging auf die derzeitigen Diskussionen im Landkreis Freyung-Grafenau ein. „Fünf Modelle, wie man die Kräfte bündeln kann, stehen derzeit zur Diskussion“, erklärte Muthmann. Mit der von den Verantwortlichen anvisierten Variante, alle fünf derzeit bestehenden Tourismusvereinigungen zu einer GmbH zusammenzufassen, sei die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald (FNBW) nicht einverstanden. Der Prozess, zu einer arbeitsfähigen Organisation zu gelangen, sei mühsam gewesen und habe an die fünf Jahre gedauert. Dies wolle man nun nicht für eine größere Einheit aufgeben. Für Muthmann sei diese Argumentation verständlich. Dennoch sei klar, dass Gemeinden alleine im Tourismussektor keine Zukunft haben. Dem stimmte auch Herbert Schreiner, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der FNBW ist, zu. Seiner Meinung nach seien die Überlegungen im Landkreis Freyung-Grafenau, die Kompetenzen zu bündeln, richtig. „Wichtig ist vor allem eine Entpolitisierung, bei der der Landkreis keine operativen Aufgaben mehr übernimmt.“ Schreiner könne sich vorstellen, dass sich die FNBW auch für andere Gemeinden im Landkreis Freyung-Grafenau öffnet. Diese Überlegung will Muthmann in die künftigen Diskussionen einbringen.
Einen Zwischenbericht gab Schreiner auch über die Entwicklung des Projektes E-Dorf. Dabei wird untersucht, wie die Digitalisierung verschiedener Bereiche das Leben in den ländlichen Regionen erleichtern kann. Die Gemeinden Frauenau und Spiegelau erhalten hierfür jeweils 100 000 Euro in zwei Jahren, unterstützt werden sie vom Technologiecampus in Grafenau, der vom Freistaat 700 000 Euro Förderung erhält. „Nachdem das Wirtschaftsministerium für das gesamte Projekt E-Dorf fünf Millionen Euro Förderung in vier Jahren angekündigt hat, ist nach den zwei Jahren nochmal mit einer größeren Förderung zu rechnen“, so Muthmann. In Frauenau geht es vor allem um die Themen Digitales Rathaus, Bürgerservice sowie Telemedizin, in Spiegelau geht es um digitale Lehr- und Bildungsangebote sowie um einen Dorfshuttle. Schreiner begrüßt diese Initiativen, erklärte aber, dass man derzeit mit der Umsetzung unter Zeitdruck stehe. Bis zum Sommer 2018 sollen die ersten Ergebnisse fest stehen. Muthmann bedankte sich am Ende für die zahlreichen Infos und die Anregungen.